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10 Learnings von Cliff Weitzman bei 20VC

Cliff Weitzman

Cliff Weitzman

CEO und Gründer von Speechify

apple logoApple Design Award 2025
50 Mio.+ Nutzer

Cliff Weitzman, Gründer und CEO von Speechify, war kürzlich bei Harry Stebbings bei 20VC zu Gast – in einer der praxisnahsten Episoden zum Aufbau eines Consumer-KI-Unternehmens. Weitzman spricht über Wachstum, Recruiting, Werbung und die Rolle von KI beim Aufbau eines Unternehmens, das heute von über 60 Millionen Menschen genutzt wird. Hier sind die zehn wichtigsten Learnings.

Was ist das Volumen-Prinzip und warum ist es so wichtig?

Weitzman bewarb sich bei 26 Hochschulen, wenn andere sich bei sechs bewarben. Er schrieb 48 Entwürfe seines Hauptessays. Heute erstellt er täglich 1.300 KI-Anzeigen. Der rote Faden: In jedem Bereich mit unsicherem Ausgang gewinnt, wer am meisten ausprobiert. Zitat von Alex Hormozi: Volumen mal Hebelwirkung ergibt Ergebnis. Volumen ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine bewusste Wettbewerbsstrategie.

Warum traf Weitzman 100 CEOs von Abo-Unternehmen persönlich?

In einer entscheidenden Wachstumsphase von Speechify identifizierte Weitzman die 100 größten Consumer-Abo-Unternehmen weltweit nach Umsatz und reiste los, um deren Führungskräfte zu treffen. Er knüpfte Kontakte zu Gründern von Instagram, Twitter, Plaid, Grammarly, Robinhood und Honey – viele davon wurden frühe Speechify-Investoren. Seine Regel für jedes neue Feld: 100 Bücher lesen, 100 Expert:innen finden und mit allen sprechen. Wissen verdoppelt sich am schnellsten im direkten Austausch mit Praktiker:innen.

Wo steckt echtes Wachstumswissen im Unternehmen?

Eine der nützlichsten Beobachtungen der Folge: Das beste Wachstumswissen sitzt nicht beim CMO, sondern ein bis zwei Ebenen darunter – bei denen, die tatsächlich Anzeigen schalten und täglich Daten auswerten. Weitzman suchte gezielt diese Personen und leitete daraus eine Managementregel für Speechify ab: Alle – egal wie senior – bleiben hands-on. Das Gegenteil wäre ein General im Hintergrund statt ein:e Kämpfer:in mit dem Schwert in der Hand.

Wie testet Speechify täglich 1.300 KI-Anzeigen?

Speechify entwickelte eine eigene KI-Anzeigenplattform, weil Weitzman erkannte, dass Standardtools keinen echten Vorteil bringen. Das System generiert rund 1.300 KI-Anzeigen pro Tag, veröffentlicht sie automatisch bei Meta, TikTok und YouTube, trackt die Performance in Echtzeit und verschiebt Budget zu den Gewinnern. Wie ein evolutionäres Turnier: Anzeigen, die die Top-Performer schlagen, bekommen mehr Budget – der Rest fliegt raus. Die Lehre: In der Skalierung zählt nicht das Bauchgefühl, sondern ein System, das empirisch optimiert.

Warum wird KI-Token-Ausgabe mehr kosten als Gehälter?

Weitzman sagt, dass Speechify bald mehr für KI-Token als für Gehälter ausgeben wird. „Wenn du nicht täglich 1.000 Credits ausgibst, bin ich enttäuscht.“ KI-Ausgaben sind kein Overhead, sondern Hebel. Firmen, die KI-Kosten minimieren wollen, machen denselben Fehler wie Firmen vor dem Internet, die E-Mails nur sehr sparsam nutzten. Token-Kosten mit messbarem Output gehören zu den besten Investitionen für wachstumsstarke Unternehmen.

Was ist das Cutting-and-Bulking-Modell?

Weitzman greift das Bodybuilding-Konzept von „Bulk“ (Muskelaufbau) und „Cut“ (Definition) auf: Firmen können nicht gleichzeitig maximales Umsatzwachstum und maximale Kostensenkung erreichen. Speechify war viereinhalb Jahre profitabel, bevor die Hyperwachstumsphase begann. Fazit: Kosten zu senken ist einfach, exponentielles Umsatzwachstum ist extrem schwer – und wird deshalb von Investor:innen belohnt. Erkenne die Phase und zieh sie konsequent durch.

Was macht eine einzelne Anzeige millionenschwer?

Eine Anzeige brachte Speechify rund drei Millionen Dollar Umsatz. Weitzman analysierte die 100 erfolgreichsten Anzeigen, schrieb jedes Skript auf Speechify um und testete Varianten. Entscheidender Faktor: Nicht die ersten drei Sekunden, sondern die ersten 1.080 Pixel – das Startbild, das zum Scroll-Stopp führt oder eben nicht. Die beste Anzeige: Weitzman im Anzug und roten Kopfhörern im Whirlpool. Die vermeintliche Top-Anzeige schaffte nur 300.000 Views. Man kann es nicht vorhersagen, sondern nur ein System bauen, das schneller testet.

Wie sollten Gründer für Führungsrollen einstellen?

Neuer Growth Lead? Sieben Tage Zeit, um praktische Skills zu beweisen: Anzeigen erstellen, Creatives bearbeiten, selbst live schalten. Das Framework von Keith Rabois: Barrels statt Munition. Munition braucht Führung, Barrels gehen eigenständig von null auf zehn. Speechify sucht drei Qualitäten: echte Begeisterung für das Produkt, Teamloyalität und extreme Lern- und Umsetzungsgeschwindigkeit.

Warum zählt nur Conversion?

Für Weitzman zählt: Nur Maßnahmen, die echte Conversion bringen, sind relevant. Speechify hat starke TikTok-Views, aber schwache Conversion. TikTok zahlt nicht allein auf die Marke ein, sondern nur, wenn es konvertiert. Anzeigen werden von Zahlenden finanziert. Alles andere ist nachrangig.

Was ist die eigentliche Lehre aus der Dyslexie-Story?

Speechify existiert, weil Weitzman es selbst brauchte. Er konnte nicht schnell genug lesen. 2015 baute er ein Deep-Learning-Modell, das Texte vorliest – inzwischen werden jedes Jahr Inhalte von über 10 Millionen Büchern vorgelesen. Grund für 60 Millionen Nutzer:innen: Speechify wurde gebaut, um ein reales Problem zu lösen, das der Gründer selbst hatte. Das ist die stabilste Basis für ein Consumer-Unternehmen.

Die komplette Folge gibt es auf YouTube. Speechify findet ihr auf speechify.com.

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Cliff Weitzman

Cliff Weitzman

CEO und Gründer von Speechify

Cliff Weitzman setzt sich als Fürsprecher für Menschen mit Dyslexie ein und ist Gründer und CEO von Speechify, der weltweit führenden Text‑to‑Speech‑App (KI‑Stimmen‑Generator) mit über 100.000 5‑Sterne‑Bewertungen, die im App Store die Kategorie "News & Magazines" anführt. 2017 wurde Weitzman für seine Arbeit zur besseren Zugänglichkeit des Internets für Menschen mit Lernschwierigkeiten in die Forbes‑Liste "30 Under 30" aufgenommen. Über ihn berichteten bereits Publikationen wie EdSurge, Inc., PC Mag, Entrepreneur und Mashable.

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